Planet Bratwurst

Von Würsten, Menschen und dem ganzen Rest

Welt-Handtuch-Tag

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Im Oktober 1996 ging Altavista als eine der ersten Suchmaschinen im WWW an den Start. Ein Jahr später wurde sogar ein Übersetzungsprogramm für Internetseiten, mit dem interessanten Namen „Babelfish“ integriert, das neben nützlichen, auch jede Menge lustige Übersetzungen lieferte. Altavista gehört inzwischen längst zu Yahoo, die Babelfish-Seite gibt es seit dem 30. Mai 2012 leider nicht mehr bei der altehrwürdigen Suchmaschine.
Inwischen gibt es ein Firefox Add-on mit dem Namen „BabelFish Instant Translation“ und ein findiger Privatmann hat inzwischen sogar babelfish.de ins Netz gestellt. Der Begriff „Babelfish“ stammt aus der Feder des englischen Autors Douglas Adams und ist der biblischen Geschichte des „Turmbau zu Babel“ entliehen. Die Ereignisse dort sollen bekanntlich zur Entstehung der verschiedenen Sprachen geführt haben.

Die Babelfische in Adams Welt sind kleine fischähnliche Lebewesen, die sich von Gehirnströmen ernähren. Das besondere an dem kleinen Parasiten ist, dass er nicht von den Gehirnströmen seines Wirts, sondern von den Strömen von Wesen aus der Umgebung lebt. Alles von ihnen Gesagte wird vom Babelfisch aufgenommen und als telepathische Matrix in das Gehirn des Wirts ausgestoßen. Hat man eines dieser putzigen Tierchen im Ohr, kann man jede Sprache des Universums verstehen. Im Roman hat der Babelfisch mehr Unheil und Kriege verursacht, als man sich vorstellen kann!

Haben Sie Freunde und Bekannte die Ihnen auf seltsam formulierte Fragen als Antwort einfach „zweiundvierzig“ an den Kopf werfen? Zweiundvierzig ist ein bekanntes und populäres Zitat, ebenfalls aus der Romanreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams und gibt die Antwort auf eine unklar formulierte Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Sehr lustig ist die kleine Buchreihe auf jeden Fall. Ein Feuerwerk an Ideen wird zwischen den Seiten gezündet, besonders begeistert sind davon Leute die mit schrägem Humor gesegnet sind.

Meine Lieblingsidee steckt gleich im Beginn des ersten Bandes: Der Hauptdarsteller entkommt nur knapp einer Vogonischen Bauflotte, die eine intergalaktischen Hyperraum-Expressroute, also eine Umgehungsstraße, im All anlegt. Allerdings ist dem Bautrupp unser schöner blauer Planet im Weg und muss gesprengt werden . . .

Ein ebenfalls weit verbreitetes, gern verwendetes Zitat aus der Romanreihe, zugleich der Titel des vierten Bandes, lautet: Machs gut, und danke für den Fisch. Dann gibt es noch Leute die von ihrem letzten Drink erzählen, dem Pangalaktischen Donnergurgler, andere behaupten mit dem unendlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb unterwegs gewesen zu sein.

Für Menschen die sich derartiges Ausdenken, benötigt man ebenso phantasievolles Gedenken. Glauben jedenfalls die Fans von Douglas Adams. Denn der Autor ist tot. Verstorben am 11. Mai 2001. Sein Gedenktag findet heute statt. Am 25. Mai. Alles andere wäre purer Unsinn.

Am heutigen Tag tragen hartgesottene Fans den Tag über ein Handtuch mit sich herum. Deshalb gibt es auch den Welt-Handtuch-Tag. Der Autor verbreitete sich in seinen Büchern über die Nützlich- und Notwendigkeit von Handtüchern nämlich wie folgt:

Ein Handtuch, ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe. Man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen, bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

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